Krabbenfischer


Krabbenfischer

Artikel-Nr.: NDV002
1,99
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Anfang des 20. Jahrhunderts. Das japanische Fabrikschiff Hakkomaru läuft aus ins Ochotskische Meer, zu den reichen Krabbenfanggründen vor der Küste Kamtschatkas. An Bord: über 400 Matrosen, Fischer und jugendliche »Saisonarbeiter«, Leibeigene des Reedereikonzerns. Sie arbeiten bis zur Erschöpfung und werden gehalten wie Vieh. Tag für Tag, Woche für Woche ducken sie sich unter der Knute des brutalen Oberaufsehers Asagawa. Wer nicht spurt, baumelt am Ankerdavit oder wird gebrandmarkt. Nach dem ersten Todesfall schlägt die Ohnmacht der Männer um in Wut. Sie wagen den Aufstand.

Der Roman Krabbenfischer schildert in eindringlicher Form den Kampf der Fischer und Matrosen einer Fischfangflotte um menschenwürdige Lebensbedingungen.

Kobayashi Takiji, (geb13. Oktober1903 in Shimokawazoi, heute:Ōdate; gest.20. Februar1933 inTokyo) war einjapanischerAutorproletarischer Literatur. Als Mitglied derKommunistischen Partei wurde er im Februar 1933 von der Polizei verhaftet und zu Tode gefoltert.

Kobayashi wurde 1903 als Sohn eines Bauern geboren. Von 1916 bis 1926 besuchte er auf Hokkaido eine Handelsschule und arbeitete danach als Bankangestellter. Aufgrund seiner politischen Aktivitäten wurde er 1930 entlassen und zog nach Tokyo um. Von 1931 an fungierte er als Sekretär des neu gegründeten Bundes proletarischer Schriftsteller (Nihon puroretaria sakka dōmei).

Die Hinwendung Kobayashis zum Sozialismus drückt sich bereits in den ersten Werken, wie der Kurzgeschichte Ken aus. Mit seinem Roman Kanikōsen (Die Krabbenfischer) rückte Kobayashi in die Riege der proletarischen Schriftsteller auf. Der Roman war in den 30er und 40er Jahren in Japan verboten und wurde 1953 und 2009 verfilmt.

In einem anderen Hauptwerk Tōseikatsusha (Ein Leben für die Partei), das 1933 unter dem Titel Tenkan jidai (Zeitalter der Änderungen) erschien, versucht der namenlose Ich-Erzähler, ein Mitglied der Partei die Fabrikarbeiter gegen die Entlassungsstrategie der Fabrikleitung zu organisieren. Der Stil beider Werke erinnert an denShishōsetsu-Stil Shiga Naoyas und Shimazaki Tōsons.

Zu seinen Dozenten in derHandelshochschule Otaru gehörte auch der deutsche Physikalische Chemiker Louis Hugo Frank, der aufgrund politischer Vorwürfe 1943 Japan verlassen musste, sein Sohn verstarb noch dort im Gefängnis.

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